Mit viel Füllung.

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Hallo ihr Lieben. Frisch aus dem holländischen Kurzurlaub zurückgekehrt, wollte ich heute eigentlich ein ganz anderes, ein niederländisches Rezept mit euch teilen. Doch jetzt wird es dann doch eine vegane Quiche – meine erste (echt jetzt!). Eine vegane Quiche mit frischen Stangenbohnen und einem buntem Tomatenmix, beides aus eigener Ernte vom Hof.

Vollwertige Vegane Quiche mit Stangenbohnen, Tomaten und Käse und extra viel Füllung.

Denn kaum stehe ich wieder hinter der Markttheke, schon werde ich von der Hülle und Fülle an Juli Saisonalitäten quasi erschlagen. Es duftet nach Kräutern, nach Spitzpaprika und nach Tomaten. Meine Augen leuchten und leuchten, auch weil es so schön ist wieder mit den Kund*innen quatschen zu können und alle Kolleg*innen wieder zu sehen. Man trifft ja im Alltag normalerweise auch ständig auf Leute aber als Verkäuferin bekommt man innerhalb von kürzester Zeit nochmal ein paar mehr zu Gesichter zu sehen bzw. man tritt ja in einen bewussten Kontakt mit ihnen. Das ist definitiv anders, als anonymes aneinander vorbei schreiten oder so. Man sieht sich auf dem Markt. Wortwörtlich. Man guckt sich bewusst an und in 99,9% aller Fälle lächeln vier Augen, beide Parteien. Und das ehrlich gemeint. Die Lächelfrequenz auf einem Wochenmarkt ist also überproportional hoch. Mir gefällt das. Ich brauche das und ich hab das die letzten zweieinhalb Wochen sehr vermisst. Mit der veganen Quiche hat das nichts zu tun. Doch bei schlechter Laune oder gemäßigter Stimmung kann ich euch ein sanftes schlendern über den Wochenmarkt sehr empfehlen. 😉

Die Stangenbohnen waren diese Woche im Angebot und sind zum Wochenende hin nochmal günstiger geworden. Also hab ich mich quasi selber überredet 1 Kg davon zu kaufen. Hart war die Diskussion nicht, denn ich freue mich jedes Jahr auf den Juli, auf die Bohnen aber auch auf Zucchini, Spitzpaprika und natürlich auf die sensationellen Tomaten, die nur einmal im Jahr so gut schmecken wie sie es jetzt gerade tun – eben weil sie jetzt von hier, vom Hof kommen.

Quiche Rezept.

Vegane Quiche mit Stangenbohnen, Tomaten und Käse. Ohne Tofu.

Eben hab ich mir eine neue Tarteform mit Hebeboden gegönnt, eine 24cm Form mit extra hohem 5 cm Rand. Und da dachte ich, dass eine vegane Quiche mit Bohnen, Tomaten und Käse genau das richtige ist, um die Form einzuweihen.

Bei meiner Quiche handelt es sich um eine vegane Dinkel-Quiche, mit herzhaftem veganen Mürbeteig Boden. Der Boden wird kurz blindgebacken. Anschließend kommt eine angedünstete Bohnen-Zwiebel-Knobi Füllung auf den Teig. Darüber gieße ich einen Mix aus Sojajoghurt/Milch, Mandelmus, Miso, Tapiokastärke, Salz und Pfeffer. Zum Schluss verteile ich gerieben veganen Käse auf der Quiche, sowie ein paar bunt gemischte Tomatensorten. Noch ein wenig Öl darüber geträufelt und den Rand mit einem Sojamilch, Öl, Tapioka Mix bestrichen und nochmal ab damit in den Ofen.

Zum Rezept.


– Vegane Quiche –

mit Stangenbohnen, buntem Tomatenmix und Käse

Vollwertige Vegane Quiche mit Stangenbohnen, Tomaten und Käse und extra viel Füllung

Für eine 24cm Tarte-/Quicheform mit Hebeboden und extra hohem 5cm Rand. ~ Alternativ dazu geht auch eine Springform. Ich verwende hier, wie meistens zum backen, die ungesüßte Sojamilch von Alpro. Die hat eine schöne creme-weiße Farbe, eine milchig cremige Konsistenz und eine angenehmen Geschmack.

Die Quiche schmeckt meiner Meinung nach am besten, wenn sie einen Tag im Kühlschrank durchgezogen ist.

Dinkel-Mürbeteig.

  • 225g Dinkelmehl Typ 630
  • 125g kalte vegane Butter
  • 25g Tapiokastärke (oder Speisestärke)
  • 1 gestr, EL Rohrohrzucker
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1 Prise Weinsteinbackpulver
  • 8 EL kalte vegane Pflanzenmilch (ungesüßte Sojamilch)
  • optional: 1 Tl Cajun-Gewürz (eine rötliche leicht scharfe Gewürzmischung, die u.a. Kurkuma enthält. Gibt ein bisschen Würze und eine schöne Farbe in den Teig. Alternativ: 1 Prise Kurkuma)

Alle Trockenen Zutaten in eine große Schüssel geben und mit dem Schneebesen gut vermengen.

Butter in Flöckchen dazu geben und mit dem elektrischen Knethaken oder einem Esslöffel zu einem Krümmelteig verabeiten.

Kalte Pflanzenmilch dazugeben, zu einer homogenen Teigkugel kneten.

Kugel mit etwas Mehl bestäuben und die Schüssel ein paar mal hin und her schwenken, bis die Kugel von allen Seiten mit Mehl bepudert ist. In Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank geben.

Den Ofen auf 200°C Ober/- Unterhitze vorheizen. Für ein zart-mürbes Backergebnis den Ofen auf 180°C vorheizen.

Teig auf einer bemehlten Oberfläche rund und etwas größer als die Tarte-Form ist, ausrollen. In die Form gleiten lassen, die Ränder andrücken. (Bei Verwendung einer Springform einen 5cm hohen Rand formen)

Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Einen Streifen angefeuchtetes Backpapier (so wird es flexibler) auf die Tarte geben. Darauf getrocknete Hülsenfrüchte verteilen. Im Idealfall 1kg, damit auch die Ränder mit den Hülsenfrüchten bedeckt ist. Wenn nicht, gibt es halt einen etwas breiteren Rand, was ja auch nicht schlimm ist.

Tarte für 10 Minuten auf mittlerer Schiene blindbacken. Anschließend das Backpapier und die Hülsenfrüchte entfernen.


Für die Füllung..

  • 500g Stangenbohnen
  • 1/2 Gemüsezwiebel (100g)
  • 3 Zehen frischer Knoblauch
  • Optional: 1 EL Schwarzkümmelsamen
  • 1 gute Prise Rohrohrzucker
  • etwas Salz & Pfeffer
  • ein Stück vegane Butter + Olivenöl zum andünsten

Außerdem.

  • Eine Handvoll bunter Tomatensorten nach Wahl
  • frisches Bohnenkraut
  • 150g veganer Reibekäse (hier selbst geriebene „cremige“ Cashew Scheiben von SimplyV)

Stielansätze von den Bohnen entfernen. Stangenbohnen halbieren. Für sechs Minuten in kochendem Salz-/ mit einer Prise Natron Wasser blanchieren. Abgießen, kalt abschrecken, abtropfen lassen.

Zwiebel nicht zu fein würfeln. Ein Stück vegane Butter bei mittlerer Temeperatur in der Pfanne schmelzen lassen, einen Schuss Olivenöl dazu geben. Zwiebelwürfel zufügen, glasig bis leicht gold braun anschwitzen. Schwarzkümmel und Prise Zucker dazugeben. Knoblauch dazu pressen. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Ca. 1 Minute weiterdünsten. Die abgetropften Bohnen in die Pfanne geben, untermengen und kurz weiterdünsten. Vom Herd ziehen und zur Seite stellen.

Für den veganen Guss.

  • 250g ungesüßter Sojajoghurt
  • 250ml ungesüßte Sojamilch (Alpro, ganze Bohne)
  • 50g helles Mandelmus
  • 15g helle Misopaste (ca. 1 EL, alternativ mehr Salz oder ein Schuss Sojasauce)
  • 20g Tapiokastärke (oder Speisestärke)
  • Meersalz, Pfeffer, Muskat, ein paar Spritzer frischer Zitronensaft + etwas Zitronenabrieb

Für mehr Käse Geschmack könnt ihr noch 1-2 EL Hefeflocken unter die Creme rühren. Für mehr Gehalt 2-3 EL Öl nach Wahl zufügen z.B. geröstetes Sesamöl oder Olivenöl.

Alle Zutaten mit dem Schneebesen zu einer glatten Creme rühren. Mit Salz, Pfeffer, Zitrone abschmecken. Ergibt nach dem Backen eine locker-leichte Creme. Für eine Schnittfestere Creme-Füllung gebt ihr noch einen zusätzlichen Löffel Tapioka/Speisestärke mit dazu.

vegane Quiche zusammensetzen.

Backofentemperatur auf 180°C Ober-/ Unterhitze reduzieren.

Wie oben auf den Bildern zu sehen. Die vorbereitete Bohnenfüllung gleichmäßig auf dem vorgebackenen Quicheboden verteilen. (Der super Tipp von Nachbarin Elke: Den angebackenen Mürbeteigboden vor dem belegen/füllen mit ein wenig Speise-/Tapiokastärke bepudern.) Nach belieben mit frischem Bohnenkraut garnieren. Den Guss gleichmäßig über die Bohnen gießen. Geriebenen Käse auf dem Creme Guss verteilen und ein wenig in die Creme drücken.

Tomaten nach belieben halbieren oder in Scheiben schneiden und auf die Käse-Creme geben. Ebenfalls ein wenig in die Creme drücken. Ein wenig Olivenöl über die Quiche träufeln.

Die Ränder mit einem Mix aus Sojamilch, verquirlt mit ein wenig Olivenöl und einer Prise Tapioka- oder Speisestärke bestreichen.

Quiche für weitere ca. 45 Minuten auf mittlerer Schiene goldgelb backen.

Kurz im ausgeschalteten Ofen, anschließend auf dem Gitterrost für ca. 15-30 Minuten leicht abkühlen lassen. Anschießend kann die Quiche aus der Form gehoben werden. Solltet ihr keine Form mit Hebeboden oder Springformring verwenden, lasst ihr die Quiche einfach in der Form.

Die Creme wird schnittfester, je kälter die Quiche ist. Ihr könnt sie im Kühlschrank aufbewahren und sie direkt, kalt oder noch einmal aufgewärmt servieren.

Dazu passt ein kühles Glas Weißwein, ein knackiger Salat und als Garnitur empfehle ich noch etwas frisches Bohnenkraut über die Quiche zu streuen. Wer mag, dekoriert außerdem mit etwas Balsamicocreme.

Kleines Extra: Ich habe die Tomaten nach dem backen mit ein wenig Puderzucker bestäubt und sie kurz mit dem Bunsenbrenner abgeflämmt. Sehr lecker und verleiht den Tomaten einen etwas rustikaleren Look.


Bis bald

ihr Lieben.

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