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Döner macht schöner. So sagt man. Ich stimme zu. Ich kann das sogar beweisen. Ganz wissenschaftlich und objektiv werde ich diese Döner These nun verifizieren.

Verifikation einer Döner These.

Einen Döner isst man nicht bloß, man beißt nicht nur ab, kaut und schluckt runter und nimmt irgendwelche Nährstoffe auf. Nein. Döner essen ist viel mehr ein Ganzheitlicher Vorgang.

Wenn du einen Döner isst, dann isst dein ganzer Körper mit.

Angefangen an den Füßen, die voller Vorfreude und Ungeduld wippen, während du das Kraut klein-schnippelst, über deine Hände, die den Döner elanvoll zusammenbasteln, ihn mit immer mehr und mehr füllen, so dass du ihn kaum mehr mit nur einer Hand halten kannst. Und dann deine Nase die all die würzig, scharfen und saftigen Gerüche aufnimmt, die kurz darauf sogar aktiv mit isst, weil du den Döner einfach viel zu voll gepackt hast… Bis hin zum Kinn, über das du dir wieder und wieder wischen musst, weil dir die Einzelteile deines knoblauchlastigen Baukastens ertränkt in Sauce kontinuierlich das Kinn runtertropfen und letztendlich angekommen beim Gehirn, dass all das erstmal verarbeiten muss, bevor es begreift:

Alter Schwede! Ist das geil.

Glückshormone werden ausgeschüttet. Dein Hirn sendet: LÄCHELN an jede deiner Zellen. Und das, tust du schließlich. Du stößt ein herzhaften Lachen hervor. Eventuell fällt dir dabei ein wenig Dönerfleisch aus dem Mund. Egal. Es ist halt Döner.

Du siehst also: Einen Döner zu essen, löst Glücksgefühle aus. Glücksgefühle lassen Dich strahlen. Wenn du innerlich strahlst, dann beginnst du auch nach außen hin zu leuchten. Und man sagt ja bekanntlich: Wahre Schönheit kommt von innen.

Und genau deshalb macht Döner wirklich schöner.


Nun zum Rezept.

Das Döner Rezept. Diesmal nach dem Baukasten Prinzip geschrieben. Dies ist kein klassischer Döner sondern eher eine Art Crossover nach Marktfrauen Art. Veganer Döner + Gyros + heimische Zutaten, die der Wochenmarkt gerade so hergegeben hat.

Döner Crossover nach Marktfrauen Art.

Selbstgemachter veganer Döner mit Austernpilzen nach Marktfrauen Art, mit Krautsalat, Tsatsiki und süß-scharfer Kirschpaprika Dönersauce
  • Das Brot – Das kann man fertig kaufen oder selber machen. Ich wähle für meinen Döner meistens den Mittelweg und nehme Tante Fanny Fertig-Dinkelpizzateig aus dem Kühlregal. Den finde ich geschmacklich ganz gut und er ist sogar aus Dinkelmehl gemacht. Vor dem backen schlage ich die ausgerollte linke Teighälfte einmal mittig über die rechte. Beim backen entsteht so ein Hohlraum zwischen den beiden Teighälften. Das Brot geht auf wie ein Ballon. Und wenn ihr den Ballon nach dem backen in der Mitte durschneidet, habt ihr, et voila, zwei große Dönertaschen…. Wenn ich Bock habe, so wie oben auf dem Bild, bestreiche ich den zusammengeklappten Teig vor dem backen noch mit etwas Tomatensauce und gebe geriebenen, veganen Käse mit drauf. Pizza Döner.

  • Das Fleisch – Da habe ich bereits so einiges durchprobiert! Am besten gefällt mir aber diese Mischung hier aus Like Chicken und Austernpilzen Ich brate beides zusammen in der Pfanne schön kross an und würze anschließend mit ein wenig Gyrosgewürz und einer Messerspitze Rauchpaprika nach. Für die zwei großen Dönertaschen nehme ich eine Packung Like Chicken und 200g Austernpilze

  • Der Salat – Ich hatte bisher Asia-Pflücksalat, Batavia und Eisbergsalat. Radicchio. Eigentlich geht alles. Ich persönlich würde nix zu weiches nehmen aber letztendlich hängt es davon ab, was für ein Dönertyp du bist. Knackig oder doch eher zärtlich? Putzen und ggf. kleinzupfen.

  • Die Zwiebel – und zwar ganz. viel. davon! Ich nehme Gemüsezwiebel, weil die süßer und saftiger sind als die Küchenzwiebeln. Halbiert und in Streifen geschnitten.

  • Der Krautsalat – Rotkohl. Seht ihr auf dem Foto. Mag ich aber gar nicht mal nicht so. Ich mache den Döner mittlerweile mit selbstgemachtem Krautsalat aus Weiß- oder Spitzkohl. Geht super flott und easy und ist deutlich gesünder als das verzuckerte Fertigzeug aus dem Supermarkt (wobei ich das ehrlich gesagt auch ziemlich gerne mag *verlegen guck*)
veganer Krautsalat aus Spitzkohl und Topinambur

Krautsalat aus Spitzkohl. Auf dem Foto seht ihr Krautsalat aus Spitzkohl und Topinambur. Gemacht nach diesem Weißkohlkrautsalat Rezept aber ohne Apfel, Schwarzkümmel oder sonstiges schischi. Einfach nur das Kraut in feine Streifen schneiden, die Topinambur raspeln, eine Zwiebel fein würfeln. Mit Salz, Pfeffer, Öl, hellen Basamico, etwas Süße und wenig Senf würzen. Alles mit den Händen gut durchkneten und bis zur Verwendung ziehen lassen.

  • Die Saucen – Das Herz des Döners. Einmal selbstgemachtes Tsatsiki aus Sojajoghurt und veganer Salat-Mayo und einmal selbstgemachte scharfe Dönersauce aus Kischpaprika und veganer Salat-Mayo. Ich könnte mich in die Kirschpaprika-Sauce echt reinlegen! Scharf aber gleichzeitig auch fruchtig. Für die rote Sauce verwende ich eingelegte süß-scharfe ungarische Kirschpaprika aus dem Glas. Es macht ein bisschen Arbeit die kleinen Dinger zu entkernen, ansonsten ist die Sauce im Mixer aber ruckzuck zusammengerührt. Manchmal bekommt man an Feinkostständen auch bereits entkernte, ungefüllte Kirschpaprika. Oftmals sind sie aber leider mir Frischkäse gefüllt. 🙁
scharfe vegane Dönersauce mit süß-scharfen Kirschpaprika

Scharfe Dönersauce. Die Kirschpaprika (300g Glas, abgetropft und entkernt ca. 100g netto) in den Mixer geben mit 3 guten EL veganer Salat-Mayo, 3 EL Sojajoghurt , 1 EL Tomatenpesto, 1 EL heller Balsamico, 1 EL fruchtiger Tomatenketchup, 1 EL Ahornsirup, 1kliene Knobizehe, gute Prise Meersalz, kleiner Spritzer Zitrone. Alles gut durchmixen. Abschmecken. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.

einfaches veganes Tsatsiki

Veganes Tsatsiki. 10 EL Sojajoghurt, 2 kleine Knobizehen dazupressen, verrühren mit 2 glatten EL veganer Salat-Mayo, 1 EL hellen Balsamico Salz, Pfeffer. Eine geraspelte und in einem feinmaschigen Sieb gut ausgedückte Minigurke unterrühren. Abschmecken. Bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.

Mein persönlicher Dönerbaukasten.

Das war er und weil es so schön war, hier nochmal das Foto vom bereits ungeduldig angebissenen Döner…. Essen, im Auftrag wahrer Schönheit. Manchmal ist das Leben doch nicht ganz so hart.

Selbstgemachter veganer Döner mit Austernpilzen nach Marktfrauen Art, mit Krautsalat, Tsatsiki und süß-scharfer Kirschpaprika Dönersauce

Lasst es euch gut gehen,

Jenny

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