Meine Mama ist eher ein schwarzes Kätzchen, so wie ich. Doch zu Weihnachten, sagt sie, darf es ruhig etwas bunter und gerne auch ein wenig kitschig werden.

Ich sehe es genau so. Einmal im Jahr krame ich den schwarzen Pullover mit der Glitzer Pailletten raus. Den Weihnachtspulli. Am Montag im Büro war ich also das schwarz-glitzernde Tannenbäumchen. Zumindest mir hat das richtig gute Laune gemacht und ich glaube, den einen oder die andere konnte ich damit auch abholen. In dunkleren Zeiten braucht es nämlich gar nicht soviel, um die innere Sonne am leuchten zu halten. Für mich ist das Rezept des Winters hier auf meinem Blog.

Man nehme eine Handvoll warmherziger Menschen, mische sie mit ein wenig Kerzenschein und einer guten Portion Gespräche. Wenn man mag, kann man hier noch einen Schuss Rotwein mit dazugeben. Gewürzt wird mit einer guten Prise Liebe, einem Teelöffel Vanille, sowie einer Messerspitze Tannenduft und etwas besinnlicher Musik. Das ganze mit dem Schneebesen zu einem konsistenten miteinander verrühren, in die Herzform füllen und im Ofen zu einem Ganzen backen. Und natürlich der Glitzer. Den nach belieben, als Deko über den Kuchen geben. Manchmal hilft viel eben doch viel und damit meine ich nicht den Glitzer.

Da das heutige Rezept wahrscheinlich das letzte des Jahres werden wird, möchten meine Gemüsefreunde und ich die Gelegenheit nutzen, um euch zum einen erstmal noch herzlichst Frohe Weihnachten zu wünschen!

Ich hoffe, ihr verbringt diese Zeit ganz so, wie ihr es für richtig halten, so wie es sich gut für euch anfühlt. Mit den Menschen die ihr liebt oder auch allein, weil ich einfach mal eure Ruhe haben wollt.

Ich habe hier auf dem Blog bisher nicht über das Thema gesprochen, das uns momentan alle bewegt, denn ich denke, dazu wurde und wird in den (Sozialen)Medien mehr gesagt und kommentiert, als uns allen gut tut. Die vergangen zwei Jahren waren wohl für die meisten von uns ungewohnt, schwierig, grenzwertig, teilweise grenzüberschreitend, traurig und anstrengend. Dennoch – und vielleicht geht es dem ein oder anderen von euch da ja ähnlich – Die Medien sprechen ständig von einem Jahr der Spaltung, doch ich kann das ganz und gar nicht so bestätigen. Im Gegenteil. Natürlich ist die Situation momentan beschissen für uns alle und niemand würde dieses Jahr, als das Jahr aller Jahre bezeichnen. Und doch. Was ich in diesem Jahr an Zusammenhalt, an Freundlichkeit und Rücksichtnahme, was ich schlicht an Menschlichkeit und Liebe erlebt habe, sowohl auf der Arbeit, als auch privat, lässt mich schon ein wenig sprachlos auf dieses sonderbar Jahr zurückblicken. Und Liebe Burschis, falls ihr das hier lest: Ihr seid einfach die Besten! Ihr seid Familie, ihr seid Wärme und Licht. Manchmal seid ihr auch nervig, doch so ist das halt in einer Familie. Da läuft nicht immer alles glatt, doch letztendlich findet man ja immer wieder zueinander. Ein Leben ohne euch wäre vielleicht möglich, sicherlich aber sinnlos bzw. sinnleerer. Ich bin dankbar, dass ich mit und bei euch sein darf. Ihr macht die Arbeit zu soviel mehr als einem Job. Ihr macht sie zu einem Leben. Auch dank euch blicke ich voller Zuversicht, Freude und ja auch voller Aufregung auf das Jahr 2022. Ich bin sicher wir werden es rocken, so wie wir bisher gemeinsam alles gerockt haben. Jeder von euch ist auf seine und ihre ganz eigene Art besonders, eigenartig und wertvoll. 😉

Ich weiß, es ist endlos kitschig aber Liebe, ist das, was uns ein gutes Leben leben lässt. In jeder Zeit. Und Kaffee natürlich. Viel Kaffee.

Und dazu ein dickes Stück Kuchen… Ich Danke euch allen für ein super schönes Jahr 2021.

Hier kommt nun das mit Schokolade und Glitzer verzierte Rezept für euch zuckersüße Menschen.


Veganer Schoko-Bratapfelkuchen

Einfacher veganer Schoko-Bratapfelkuchen

Einfacher und vollwertiger Mandelkuchen mit feinem Zitronenaroma trifft auf selbstgemachte Nuss-Nougatcreme und aromatische kleine Nikolausäpfelchen (Cox Orange). Ich verwende für beide Rezepte Kokosblütenzucker in Form von Puderzucker. Dadurch erhält der Kuchen nicht nur einen volleren, runderen Geschmack sondern auch eine super schöne goldene Backfarbe. Im Rührteig stecken 2 EL Sonnenblumenöl, die Nuss-Nougatcreme ist komplett ölfrei.

Habt ihr schon mit Nuss-Nougatcreme gebacken? Ich habe die Bratäpfel mit der Creme gefüllt und war hinterher total überrascht, dass sie hochgebacken ist, wie der Kuchenteig. Echt super lecker. Und Sprudel rockt einfach mal! Ich bin immer wieder begeistert, wie schön vegane Teige aufgehen, wenn man sie mit Sprudel anrührt. Hier ein vorher nachher Bild vom Teig:

Das „original“ Rezept (ist ebenfalls von mir) findet ihr hier: Rhabarber Chocolate Ofen-Pancake

Mandelrührteig.

  • 200g Dinkemehl Typ 630
  • 100g gemahlene Mandeln (Ich sage euch selbst-gemahlene Mandeln schmecken nochmal soviel besser! Ich hab gehackte genommen und sie im Blitzhacker gemahlen)
  • 100g Kokoszucker (zu Puderzucker gemahlen, alternativ Rohrohr-Puderzucker)
  • 2 1/2 TL Weinstein Backpulver
  • Saft und Abrieb einer mittleren Bio-Zitrone
  • Prise Meersalz
  • 1 EL Vanille (Mix aus Paste und Exrakt)
  • 2 EL mildes Öl (hier Sonnenblume)
  • Barista oder ungesüßter Sojadrink + Sprudelwasser
  • Außerdem: 6 kleine zum backen geeignete Äpfel – hier Mini Cox Orange (alternativ: z.B. Boskoop, Topaz oder Elstar)

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Mehl in eine Schüssel sieben. gemahlene Mandeln, Kokoszucker, Weinsteinbackpulver die Prise Salz dazu geben. Mit dem Schneebesen gut miteinander vermengen.

Eine Mulde in die Mitte drücken. Dort hinein einen Schuss Sojadrink, 2EL Öl, Zitronenabrieb + Saft, Vanille, sowie einen Schuss Sprudel geben. Zutaten mit dem Schneebesen zu einem konsistenten etwas zähflüssigeren Pfannkuchenteig verrühren. Ggf. etwas mehr Sprudel zugeben.

Teig in eine gut gefettete und dick mit Nussmehl ausgestreuten (ich empfehle gemahlene Haselnüsse oder Mandeln) 24cm Springform füllen.

Mithilfe eines Teelöffels die Nougatcreme unter den Teig ziehen. Dazu den Löffel in die Creme tauchen und diese Kreisförmig über den Teig verteilen (swirlen). Anschließend mit der schmalen Löffelseite und der Stielseite unter den den Teig ziehen

Das Kerngehäuse der Äpfel zum Beispiel mit einem Apfelausstecher entfernen. Die Äpfel auf den Teig setzen. Mit der Nuss-Nougatcreme füllen und mit ein paar Mandelblättchen dekorieren.

Im untere Drittel des Ofens in ca. 45 Minuten goldbraun backen. Stäbchen Probe machen.

Springform Ring lösen und den Kuchen wenigstens 30 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig vom Sprinform-Boden auf ein Kuchengitter ziehen und vollständig abkühlen lassen.

Pur genießen oder zusammen mit einer Kugel Vanilleeis und einem Pöttchen Nuss-Nougatcreme zum hinein dippen servieren. 😉

DIE Nuss-Nougatcreme.

vegane Nuss-Nougatcreme selber machen

Ergibt ca. 400g feinste Nuss-Nougatcreme.

Für den Kuchen braucht man nur wenig davon. Den Rest serviere ich für das extra schokoladige Erlebnis gerne noch zusätzlich zum Kuchen dazu. 😉

  • 250g Haselnussmus
  • 4 EL helles Mandelmus
  • 50 – 100g Kokoszucker (zu feinem Puderzucker gemahlen)
  • 2-3 EL ungesüßter Backkakao
  • 1 TL Vanillextrakt
  • 1 Prise Meersalz
  • Hafer-Baristadrink

Alle Zutaten in eine Schüssel geben, einen guten Schuss Pflanzendrink hinzugeben. Mit dem elektrischen Handmixer zu einer seid glatten Creme mixen. Während des mixens Schlückchenweise soviel Pflanzendrink dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz entstanden ist. Nach Belieben mehr Puderzucker verwenden.

Ich sage euch, allein der Duft ist himmlisch. Vom Geschmack ganz zu schweigen. Da kann Ferrero echt einpacken.


Ich wünsche euch allen einen Frohen und gesunden Start in das neue Jahr!

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