Ein Rezept, das so einfach wie lecker ist. Köstliche Vegane Hafer-Mürbeteig Tarte mit sehr fruchtiger Aprikosen Orangencreme Füllung, die gleichzeitig auch eine sehr, sehr cremige selbstgemachte Marmelade ohne Gelierzucker darstellt.

Bei den Aprikosen habe ich sehr große, reife aber nicht vollreife Aprikosen der Sorte „Magic Cot“ verwendet. Diese Aprikosensorte (leider nicht die auf dem Bild) hat eine leuchtend tief Orangene Farbe. Die Früchte sind groß, die Konsistenz ist ganz schmelzig und cremig. Viele Kund*innen haben die kleineren, festeren Aprikosen bevorzugt (wir hatten zwei Sorten zur Auswahl) mit dem Zusatz “ Die sind mir irgendwie zu mehlig…“ Ich persönlich fand sie cremig, nicht mehling und ich fand auch, dass sie ungleich aromatischer waren als die andere Aprikosensorte, weil sie eben nicht nur süß sondern aromatisch waren. Mit der Konsistenz – Perfekt für Marmelade habe ich sofort gedacht. Oder eine Aprikosentarte.

Vegane Aprikosentarte. Vegane Crostata alla marmellata mit Haferflocken und selbstgemachter Aprikosenmarmelade

Letztendlich habe ich mich dann für eine Tarte alla Crostata di marmellata entschieden, ehrlich gesagt, einfach weil mich der Name beim stöbern so angelacht hat… Schwester marmellata… an Kasse 1 bitte… Manchmal geht das Gehirn komische Wege. Aber wenn am Ende dann eine Tarte dabei heraus kommt, bitte. Go for it, Gehirn.

Beim Tarte Boden habe ich mich für einen Hafermürbeteig entschieden. Es gibt mittlerweile unzählige sowohl herzhafte als auch süße Backgeschichten mit Haferflocken in meiner Rezept Sammlung. Ich persönlich finde Haferflocken geben immer so eine schöne herzhaft nussige Note in den Teig. Dadurch wird’s geschmacklich ein bisschen komplexer, tiefer und auch vollwertiger.

Zum Rezept.


Vegane Hafertarte alla Crostat di Marmellata

mit fruchtiger Aprikosencreme

Vegane Aprikosentarte mit Haferflocken und selbstgemachter Aprikosenmarmelade

Zutaten für eine 24cm Tarteform mit Hebeboden und extra hohem 5cm Rand. Ihr könnt auch eine Tarteform mit normalen Rand verwenden. In dem Fall habt ihr etwas Aprikosenmarmelade zum so naschen übrig.

Wichtig: Die Cremefüllung ist sehr zart, sie ist erst Schnittfest, wenn sie, ähnlich wie ein Käsekuchen richtig gut durchgekühlt ist, am besten über Nacht. Falls euch die Geduld fehlt könnt ihr die Menge an Speisestärke um 20g erhöhen.

Zutaten Hafermürbeteig.

  • 200g gemahlene Haferflocken
  • 100g Dinkelmehl
  • 35g Maisstärke
  • 1/2 TL Weinsteinbackpulver
  • 85g Puderzucker aus Rohrohrzucker
  • 155g kalte vegane Butter
  • 6-8 EL kalte, vegane Pflanzenmilch
  • Außerdem eine Prise Salz, etwas Zitronenabrieb, etwas Vanillepaste, nach belieben etwas gemahlene Zimtblüte

Alle Zutaten bis auf die Pflanzenmilch in eine Schüssel geben und mit den Händen oder den elektro-Rührstäben kurz zu einem krümmeligen Teig verarbeiten, 4 EL kalte Pflanzenmilch unterkneten bis Teig-Ball entstanden ist. Bedingt durch den hohen Haferanteil kann der Teig leicht klebrig sein. Gebt in dem Fall etwas Dinkelmehl über den Teig und schwenkt die Schüssel leicht hin und her bis der Teig von allen Seiten mit dem Mehl bepudert ist. Nun klebt er nicht mehr und lässt sich ganz leicht in Klarsichtfolie einwickeln. Teig mindestens 30 Minuten im Kühlschrank geben. Dort wird er fest und lässt sich anschließend gut ausrollen.

Das Rezept ist für eine 24 cm Tarteform angelegt. Form rundherum ausfetten und mit (Nuss)Mehl ausstreuen. 2/3 des Teiges auf der gut bemehlten Arbeitsfläche (oder Zwischen Klarsichtfolie) kreisförmig und etwas größer als die Tarteform selbst ist, ausrollen.

Teig in die Form gleiten lassen (Ich rolle den Teig auf Backpapier aus, lege die Form auf den ausgerollten Teig und drehe das ganze anschließend einfach um). Dabei einen etwa 4cm hohen Rand hochziehen. Tarteboden mehrfach mit einer Gabel einstechen, Boden mit etwas Nussmehl betreuen und wenig Maisstärke bepudern. Tarte nochmals in den Kühlschrank geben, so lange wie der Ofen aufheizt. Übrigen Teig ausrollen, nach belieben Streifen für ein Gittermuster zurechtschneiden oder Sterne, Herzchen etc. ausstechen. Ebenfalls bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.

Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Tarte mit einem Stück Backpapier auslegen, darauf getrockneten Hülsenfrüchten verteilen und den Boden ca 15-20 Minuten lang Blindbacken auf mittlerer Schiene. Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen. Tarteboden mit einer Mischung aus gemahlenen Mandeln und etwas Speisestärke bepudern. Mit der Aprikosencreme füllen, das vorbereitete Teigmuster oben auflegen. Die Tarte für weitere ca. 30-45 Minuten backen, bis die Ränder sich schön goldbraun gefärbt haben.

Tarte ein wenig auskühlen lassen. Bei Verwendung einer Springform oder einer Tarteform mit Hebeboden, nun den Rand entfernen und die Tarte im Kühlschrank vollständig auskühlen lassen, am besten über Nacht.

Aprikosen-Orangencreme Füllung oder Marmelade mit weniger Zucker/ ohne Gelierzucker

  • 650g cremige Aprikosen („Magic Cot“)
  • 65ml frisch gepresster Orangensaft
  • 100g Rohrohrzucker
  • 30g Tapiokastärke (oder andere Speisestärke)
  • außerdem: eine Prise Salz, Abrieb von einer halben Zitrone + 2.3 Spritzer Saft, 1 TL Vanillepaste

Aprikosen entsteinen, im Mixer 3/4 cremig pürieren. Zusammen mit dem Zucker in einen großen Topf geben. Aufkochen, Salz, Vanille und Zitrone zufügen und unterrühren. Ca. 30 Minuten einköcheln lassen bis das ganze schön dick sämig und cremig ist.

Tapiokastärke in dem Orangensaft klümpchenfrei auflösen. In die Aprikosencreme einrühren. Creme nochmal aufkochen und für 3-5 Minuten weiterköcheln lassen.

Creme gleichmäßig auf dem Tarteboden verteilen. Restliches Vorgehen siehe oben.


Ciao und bis bald.

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