Bunte Linsen-Pasta mit Sommergemüse | Vegane Miso- Tomatensuppe aus dem Blender.

Eine Freundin… Udine, hat Anfang des Jahres bei sich im Dorf einen kleinen Garten gepachtet. Nein, keinen Garten – ein Stück verwahrloste Wiese. Mehr war das am Anfang eigentlich nicht. Jetzt aber jetzt ist es ein richtiger Garten mit umgegrabenen Beeten, jungen Obstbäumchen und einem kleinen Gartenhäuschen.

Alles mit den eigenen Händen geschaffen, vom Zaun bis zum Häuschen. Und das in wenigen Monaten. Wie viel Schweiß und Liebe in diesem Garten stecken, kann man mit Worten allein eigentlich gar nicht wiedergeben. Am Anfang waren der Bauplan, ein paar Europaletten und ein helfendes Männchen. Jetzt ist ein kleines, blühendes Paradies und ich sehe die Lady vor mir, wie sie in der Abendsonne an ihrem kleinen Gartentisch sitzt, die Füße hoch, neben sich einen Korb voller Tomaten, auf dem Tisch ihre Lieblings Smoothie-Colada mit Gurke und Kokos, aus der Bienenweide summt es und brummt es, die Bohnen lassen ein wenig müde und das Köpfchen hängen. Ihnen war es zu warm. Die Tomaten aber fühlen sich pudelwohl. Sie wachsen und gedeihen, von den aufgepudelten Melonen lassen sie sich nicht die Show stehlen. Letzte Woche hat Udine ihre erste Melone geerntet. Eine von dreien. Eine leuchtend orangefarbene Zuckermelone, so saftig und melonig schmeckend. Eine Qualität die man von zugekauften Melonen eigentlich gar nicht kennt. Und da tut es mir beinahe ein wenig leid, um die Tomaten. Gegen eine regionale Melone aus dem eigenen Garten hat selbst eine 500g schwere Berner-Rose kaum eine Chance.

Udines Lächeln ist ansteckend und ich denke so bei mir, das ist jetzt der verdiente Lohn für Monate der Schwerst- und Schweißarbeit, der gelaufen Blasen und Blutkrusten, zumal in diesem Jahr ja noch die anhaltende Trockenheit dazu kommt. Es gibt viel zu tun in den Gärten. Es ist ein wuseliges Gartenjahr. Aber wann ist es das eigentlich mal nicht?

Meine eigene Gartenkompetenz befindet sich da noch auf einem etwas anderen Level. Ich denke da zum Beispiel an meine Bipolaren- Balkon-Kräuter, die im einen Moment noch so schön strahlend sind, im nächsten Moment aber nur keinen Bock mehr haben… In einem Film mit Sandra Bullock heißt es: Kauf dir eine Pflanze. Wenn die Pflanze ein Jahr überlebt, kauf dir einen Hund. Wenn der Hund überlebt, leg dir einen Mann zu, denn jetzt bist du bereit. Hmm, sage ich und denke an die Bipolaren-Kräuter und den toten Sukkulenten, der ja eigentlich kaum Wasser braucht. Beinahe überflüssig zu sagen, dass Udine seit vierzehn Jahren in glücklichen Händen ist.

Und warum erzähle ich das jetzt eigentlich alles? Weil Udine mir Tomaten geschenkt hat, frisch geerntet aus ihrem Garten, eine ganze Tüte voll. Danke.

Tomatenzeit. Leckerer Tomatensorten.

Freunde die ihr Essen mit dir teilen sind wahre Freunde.

Und das habe ich daraus gemacht:

Ein cremige Miso-Tomatensuppe

Im Mixer zubereitet aber ohne Rohkostqualität, weil nicht alle Zutaten dem entsprachen. Miso habe ich überhaupt zum ersten Mal verwendet. Nachdem ich es probiert hatte, dachte ich – Okay, lecker. Das nehme ich anstelle von Gemüsebrühe.

5 Minuten Rohkostsuppe. Vegane Miso-Tomatensuppe aus dem Blende.

Die Zutaten waren

  • 5 größere Fleischtomaten
  • 1 EL Paprika-Tomatenmark
  • 1 1/2 TL Miso- Paste (die Mittlere, Rötliche)
  • 1/2 Avocado und eine kleine Handvoll Cashew-Kerne
  • Saft und Abrieb eine halben Bio-Zitrone (Die sind momentan grün, das ist für die Jahreszeit normal.)
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 rote Zwiebel, 1 Knoblauchzehe
  • Pfeffer, (geräuchertes-)Paprikapulver, 1 kleine, rote Peperoni

  • Bohnenkraut, Basilikum

Nach drei Mixer-Minuten im Suppenprogramm, steht eine duftend-warme Suppe vor mir. Ich würde sagen, im normalen Mixer gibt man einfach so lange Power bis der Behälter leicht warm wird. Die Temperatur beeinflusst definitiv den Geschmack. Wenn die Suppe zu kalt ist, schmeckt sie tatsächlich irgendwie roh. Zum Schluss gibt man die frischen Kräuter dazu. Ich liebe Bohnenkraut und finde, dass es auch super zu Tomaten passt. Die drei Blättchen, die ihr auf dem Foto seht, entsprechen jedenfalls nicht der Menge, die ich tatsächlich genommen habe. Aber das ist, wie immer, Geschmackssache. Parallel zur Suppe habe ich

Pasta mit Sommer-Gemüse

gemacht, denn Suppe allein finde ich jetzt nicht so spannend. Ich kaue mein Essen gern und praktischerweise konnte ich einen Teil der Suppe dann auch noch als Pasta-Sauce verwenden. Also, wenn das nicht effizient ist…

Das Gemüse habe ich oben gedämpft, während unten die Nudeln gekocht haben und anschließend habe ich beides zusammen etwas Tomatensauce in eine Auflaufform gegeben, mit veganen Käsescheiben belegt und kurz im Ofen gegrillt, bis der Käse zerlaufen war. Noch einen Klecks Sauce oben drauf, einmal durchmengen … Abendessen in dreißig Minuten. Finde ich prima, denn das heißt ja; Mehr Zeit für’s Dessert. Die brauchte ich auch, weil alle Schränke leer waren und ich ganz schön improvisieren musste.

Das war mein Sommer-Mix

  • Rote Linsen Penne
  • Eine Handvoll Buschbohnen
  • Ein Bund Rote Bete – Blätter samt Stiele (schmeckt wie eine Mischung aus Mangold, Rote Bete und Spinat)
  • Eine große grüne Spitzpaprika oder auch zwei

  • Etwas Miso-Tomatensauce
  • Zwei vegane Käsescheiben

Bei der Roten Bete das Grün von den Stielen abziehen. Die Stiele klein Hacken, das Grün zur Seite stellen. Die Bohnen von den harten Stielansätzen befreien, die Paprika entkernen und in Mundgerechte Stücke schneiden. Das Gemüse entweder 10 Minuten Dampfgaren oder, na, ich tippe mal so 6-8 Minuten kochen.

Die Nudeln kochen.

Gemüse, zusammen mit den Rote Bete Blättern in ein Nudel-Sieb geben und jetzt kommt Trommelwirbel: Um die Rote Blätter gar und etwas von dem Nudelwasser an das Gemüse zu bekommen – die Nudeln über dem Gemüse abgießen. 😉 Abtropfen lassen und etwas durchmengen.

Vegane Sommerpasta mit Linsennudeln, Bohnen, Spitzpaprika und Rote Bete Grün.

In eine Auflaufform eine Kelle voll Tomatensauce geben, darauf die Pastamischung verteilen, mit dem Käse belegen. Im vorgeheizten Ofen grillen bis der Käse zerlaufen ist.

Zusammen mit der Suppe servieren oder die Suppe einfach komplett über die Pasta gießen.

Bunte Sommerpasta mit cremiger Tomatensauce und Rote Bete Grün
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